Bescheiden und dankbar zum Glück

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Ich zähle ja zu denen, die die Menschen gerne dazu inspiriert an ihre Träume und Wünsche zu glauben und diese umzusetzen. Mindestens so wichtig ist es aber auch wahrzunehmen, was man schon hat und wie glücklich man sich darüber schätzen darf. Das Glück ist unser höchstes Gut. Einigen mag das von klein auf bewusst sein, viele jedoch müssen erst schmerzhafte Erfahrungen machen. Schicksalsschläge bringen Menschen oft zurück zum Ursprung und wir erinnern uns, worum es im Leben wirklich geht. Gerade einschneidende Erfahrungen, so leidvoll sie auch sein mögen, verhelfen unser Leben zu hinterfragen, die eigene Sichtweise zu ändern und sich zu besinnen, dass wir mehr sind als wir bisher geglaubt haben. Wir lernen zu erkennen, dass das Glück nicht da draußen, sondern in uns verborgen liegt. 

 

Das Glück nicht zu hoch ansetzen

Damit es nicht so weit kommen muss, dass uns das Leben an dieses innere Glück, an uns selbst zu erinnern braucht, machen wir uns lieber heute schon selbst auf den Weg zum Glück. Dies fällt uns in der westlich geprägten Gesellschaft allerdings nicht immer so leicht. Meditationen und Achtsamkeit zu entwickeln, braucht nicht selten viel Hingabe und Disziplin. Einfacher und schneller führt der Weg über die Dankbarkeit. Denn im Strudel unseres Alltags vergessen wir gerne nicht nur wer wir sind, sondern auch was wir haben. Wenn wir uns nun immer wieder besinnen, wo wir aktuell im Leben stehen, was wir bisher erreicht haben und was uns geschenkt wurde, so lernen wir, dass das Glück nicht in der Ferne liegt, sondern vor uns und vor allem in uns steckt. Uns Menschen fällt es immer schwerer, Glück und Zufriedenheit zu empfinden, dabei bräuchten wir nur mal den ersten Schritt zu tun, anstatt gleich nach den Sternen zu greifen. Denn wie der griechische Philosoph Epikur, 300 v. Chr. schon lehrte: Wenn man unglücklich ist, dann soll man das Glück nicht zu hoch ansetzen. 

Mit anderen Worten: Dankbar und zufrieden mit dem sein, was man hat. Was ich im Blog, Buch und an meinen Seminaren sowie Therapien immer wieder erwähne: Wenn wir lernen jeden Morgen dankbar für unser Leben zu sein, dann sind wir auf dem direkten Weg zum Glück. Und das ist gar nicht einmal so schwierig.

 

Genügsamkeit und Hingabe

Wir brauchen uns nur zu besinnen, was für ein Privileg es ist, Mensch zu sein. Einen freien Willen zu haben und zu jeder Zeit neu zu entscheiden, wohin es geht. Mit jedem neuen Tag beginnt ein neues Leben und wir haben die Wahl, was wir aus unserem Leben, aus dem heutigen Tag machen möchten. Auch dazu hat uns Epikur etwas zu sagen.

Man muss sich daran erinnern, dass die Zukunft weder völlig in unserer Macht steht noch ganz unserem Einfluss entzogen ist, damit wir uns weder in dem Gedanken festbeissen, dass es so kommen wird, noch die Hoffnung aufgeben, dass es nicht so kommen wird.

Demnach haben wir wohl die Macht den Tag, die Zukunft und damit unser Leben zu beeinflussen, wiederum dürfen wir uns aber auch dem Schicksal, unserem Leben hingeben. Ein Zusammenspiel von Dankbarkeit für das, was uns umgibt und was wir sind sowie von Entscheidungsfreiheit und Mut zur Veränderung. Und auch hier stellt sich die Frage, was wir denn verändern möchten. Reichtum und Ruhm beispielsweise treibt unsere Gesellschaft immer weiter an, die Ziele noch höher zu stecken, aber wer bei sich bleibt, erkennt schnell, dass Bescheidenheit sowie Dankbarkeit und nicht die äußeren Umstände Glück bringen. Aber lassen wir dazu Epikur noch einmal zu Wort kommen.

An alle Begierden muss man mit folgender Frage herangehen: Was wird mir passieren, wenn ich das Ziel meiner Begierde erreicht habe? Und was, wenn ich sie nicht befriedige.

Kluge Worte, lieber Epikur. Und wenn auch inzwischen fast 2500 Jahre vergangen sind, dürfen wir dieser Weisheiten ruhig Glauben schenken. Denn wenn es darum geht dem Glück in unserem Leben wieder mehr Beachtung zu schenken, dann haben die alten Griechen interessante Lösungsansätze.

 

 

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